Informationen für Betreiber
(Stand Januar 2018)

  • Zählerablesung: Der Anlagenbetreiber ist laut EEG §14 “verpflichtet, die für die Endabrechnung des Vorjahres erforderlichen Daten bis zum 28. Februar des Folgejahres zur Verfügung zu stellen.”
    Aus der Gesetzesbegründung geht hervor, dass mit “Vorjahr” das Jahr der Einspeisung gemeint ist.

    Stellen Sie in Ihrem eigenen Interesse sicher, dass entweder der Netzbetreiber die Zählerstände Ende Dezember selbst ermittelt oder dies von der Servicefirma durchgeführt und dem Netzbetreiber mitgeteilt wird.

    Für Stromerzeuger mit eigenem Zähler und eigener Rechnungsstellung dürfen laut Clearingstelle EEG keine Abzüge vorgenommen werden.
     
  • Regensburg Netz GmbH (früher REWAG) bietet neuerdings eine On-line Zählerstandsmitteilung an. Dadurch entfallen die Messgebühren
     
  • Die Anlagen  Wiesent, Steinsberg, Bruck und Diesenbach speisen in das Netz der Bayernwerk- AG
    (früher E.ON)
    ein. Sie will von jedem Betreiber eine ausgefüllte Zählerablesekarte.
     
  • Vertrag mit dem Netzbetreiber: Sie können mit dem Netzbetreiber einen Einspeisevertrag schliessen. Sie bekommen in jedem Falle monatlich einen Abschlag und im Januar eine Abrechnung für das Vorjahr.
    Wenn Sie glauben, dass der Einspeisevertrag Ihre Rechtsposition schwächt, so ist der Netzbetreiber auch ohne ihn zur Vergütung der gelieferten Strommenge nach Ihrer Rechnungsstellung (z.B. zum Quartalsende) verpflichtet. Manche behandeln Sie auch, als wenn Sie unterschrieben hätten.
     
  • Finanzamt: Als PV-Anlagenbetreiber sind Sie Gewerbetreibender und als solcher umsatzsteuerpflichtig. Sie erhalten mit dem Antrag auf Rückerstattung der Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer der PV-Anlage) eine neue Steuernummer.

    Liegt der Jahresumsatz unter € 50.000,- , so kann sich der Gewerbetreibende von dieser Umsatzsteuerverpflichtung befreien lassen (Umsatzsteueroption). Dann sind nur seine Einnahmen in der Einkommensteuererklärung zu berücksichtigen.

    In den meisten Fällen ist es aber vorteilhaft, die Umsatzsteueroption nicht zu wählen, d.h. der Umsatzsteuerpflicht nachzukommen. Und zwar aus zwei Gründen:
    1. Erstattung der Mehrwertsteuer beim Kauf der Anlage und
    2. lineare steuerliche Abschreibung der Anlagenkosten auf 20 Jahre. Im ersten Betriebsjahr können Sie 10% statt 5% abschreiben, wenn Sie in Ihrer Vorjahreserklärung eine Rücklage gebildet haben. Geht die Anlage nach dem 30. Juni in Betrieb, so halbiert sich jeweils die Jahresabschreibungssumme.

    Mit der Umsatzsteuerpflicht ist die Umsatzsteuer-Voranmeldung verbunden. Sie ist in der Regel zum Ersten jeden Monats fällig. Ab dem zweiten Jahr nach Beginn des Gewerbes wird die Umsatzsteuerfrist vom Finanzamt auf jährlich umgestellt, wenn die Jahressteuerpflicht unter € 512,- bleibt. Liegt sie darüber, aber unter € 6136,- , so wird auf 1/4-jährlich umgestellt.